Nach Deutschland der Sprache und des Bieres wegenErfahrungen während 9 Monaten Sprachaufenthalt in Bamberg / Deutschland |
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Atsushi aus Tokio kam Frühling 2009 als Sprachstudent nach Bamberg zum Deutschkurs. Mittlerweile ist es Dezember geworden und Atsushi blickt
auf ein 3/4 Jahr Deutschlandaufenthalt zurück. |
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1. Du bist jetzt schon mehr als ein dreiviertel Jahr in Bamberg und bei TREFFPUNKT. Konntest du schon Deutsch sprechen, als du in Bamberg ankamst? Jein, ich hatte eigentlich an der Universität in Japan schon 3 Jahre Deutsch studiert, aber nicht gesprochen. Deshalb konnte ich mich auch nicht auf Deutsch unterhalten als ich am 10. März hier ankam und am 16. März meinen Kurs am Sprachinstitut TREFFPUNKT begann. 2. Kanntest du schon Deutschland oder ist das jetzt deine erste Deutschlandreise? Ich habe Deutschland bereits vorletztes Jahr bereist, habe viel gesehen und war auch für 2 Tage in Bamberg. Mir hat diese Stadt sehr gut gefallen und ich liebe das Bamberger Bier Schlenkerla, ganz besonders das Rauchbier. Dieses Mal habe ich mich gut vorbereitet und da ich
in Japan in einer Samba-Gruppe mitspiele, habe ich mich
schon von Japan aus eine Samba-Gruppe
in Bamberg gegoogelt und gefragt, ob ich mitspielen
kann. Die waren sehr freundlich und als ich in Bmberg
ankam, habe ich mich der Gruppe gleich
angeschlossen. (Übrigens:
Auf dem Bild der Homepage von
Ramba-Samba-Bamberg bin
ich ganz links zu sehen.) Später bin ich dann noch
einer weiteren Samba-Gruppe beigetreten, mit denen ich
auch viele Fahrten in ganz Deutschland, nach Östereich,
in die Schweiz und nach Tschechien gemacht habe. 3. Welche Erwartungen hattest du an den Deutschkurs in Bamberg? Ein guter Freund war auch hier bei TREFFPUNKT zum Sprachkurs und hat mir schon viel erzählt. So decken sich meine Erwartungen mit dem was ich hier gefunden habe. 4. Was
bereitet dir die größten Schwierigkeiten
in Deutschland? Ich denke für Japaner generell gibt es eine Schwierigkeit beim Umgang mit Deutschen und anderen Europäern: Deutsche sind im Gespräch viel direkter und sie sagen ihre Meinung spontan. Japaner dagegen sind zurückhaltender und auch wenn sie ein Nein denken, sagen sie es nicht direkt und lächeln. Damit wirken Deutsche und überhaupt Europäer oft aggressiv auf Japaner. Als Japaner lernt man erst mit der Zeit damit richtig umzugehen. Obwohl ich jetzt solange hier bin und mich auf die Mentalität
eingestellt habe, gibt es immer noch Situationen mit
denen ich schlecht umgehen kann. Zum Beispiel sagten
einmal die Mitbewohner in meiner WG ich solle doch den
Rest meiner Suppe nicht im Topf lassen, sondern in den
Kühlschrank stellen, wenn ich so viel Suppe auf einmal
kochen will. Andernfalls würde
ich den Kochtopf für
andere Mitbewohner blockieren.
5. Was ist ganz anders in Deutschland und mit den Deutschen als du erwartet hast? Vor meiner ersten Reise hatte ich ein anderes Bild.
Eigentlich wusste ich nur ein klein wenig zu ein paar
Stichworten: Bier - Bratwurst - Weihnachtsmarkt - deutsche
Geschichte. Eben was typisch ist für Deutschland. 6. Was war deine Motivation für einen Langzeit-Deutschkurs? Wenn man wenig Zeit hat, um sich intensiv mit einer
Fremdsprache zu beschäftigen, macht man nur sehr
langsam Fortschritte. Eigentlich hat mir die deutsche
Sprache am Anfang gar nicht so gut gefallen, weil das
mein Hauptfach an der Uni war und ich es deshalb immer
lernen „musste“, aber
Deutschland hat mich sehr interessiert. Mit dem Deutschlandbesuch
jetzt wollte ich mich noch einmal motivieren, Deutsch
richtig zu lernen. Nach meiner Erfahrung ist es beim Sprachen lernen ganz wichtig bei jeder Gelegenheit zu sprechen, auch wenn es schwerfällt. Gerade am Anfang wenn das Hörverstehen auch noch viele Probleme macht. Japaner speziell sind da oft viel zu zurückhaltend die Sprache aktiv zu benutzen. Bei TREFFPUNKT gab es den großen Vorteil, dass wir immer in kleinen Gruppen unterrichtet wurden. Da ist die Lernmotivation immer sehr hoch und es gibt sehr viel Aufmerksamkeit durch den Lehrer. Dazu gibt es viel Gelegenheit zu sprechen und zuzuhören. Durch meine sich schnell verbessernde Fähigkeit
auf Deutsch zu kommunizieren, habe ich auch die Denkweise
der Deutschen viel besser kennen gelernt und so viele
interessante Themen und Problem intensiv kennen gelernt. Auf Anregung von Alexandra, der Leiterin von TREFFPUNKT, habe ich im November die TestDaf-Prüfung probiert. Ich hatte noch einen speziellen TestDaF-Vorbereitungskurs mit 3 anderen Studenten besucht, intensiv in der Gruppe und im Einzelunterricht geübt und bestaaaanden! Das ist einfach SUPER und ein toller Abschluss nach dem langen Lernen. 7. Wie geht es weiter? Ich werde jetzt zuerst nach Thailand reisen, um meine Freundin zu besuchen, die dort studiert. Deshalb muss ich Bamberg schon am 28. Dezember verlassen. Dann gehe ich nach Japan zurück, um mein Studium der Germanistik und Philosophie an der Universität in Tokio zu beenden. Dazu werde ich noch ein Jahr brauchen. Zur gleichen Zeit werde ich mich auch auf meinen Traumberuf bewerben: Event-Manager in der Unterhaltungsindustrie. Ich denke, dass ich mich auch durch meinen langen Aufenthalt in Deutschland und Europa für diesen Beruf qualifiziert habe. Denn ein guter Event-Manager muss vor allem kreativ und immer offen für Neues sein. In Deutschland habe ich erfahren, was Japan von Europa unterscheidet und ich sehe jetzt auch viel klarer die Eigenheiten unserer Kultur. Es ist eine schöne Erfahrung verschiedene Kulturen und Sprachen kennen zu lernen. Damit wächst auch die Wertschätzung für die eigene kulturelle Identität und ich weiß jetzt, dass mein Platz in Japan ist. Darauf freue ich mich. 8. Wenn dich jemand um einen Tipp bittet, weil er oder sie einen ähnlichen Kurs machen möchte wie du, was würdest du empfehlen? Ich denke für Japaner ist es am Wichtigsten, dass sie sich vorher Gedanken darüber machen, welche Unterschiede es zwischen Japan und Deutschland gibt. Und da sollte man sich immer bewusst machen, dass man nicht zu schüchtern und zurück haltend auftreten sollte. Auch sollte man keine Hemmungen haben zu sagen, was man denkt und will. Dazu gehört auch einfach "nein" zu sagen, wenn man etwas nicht will. Was den Sprachkurs angeht, so gab es 3 Gründe warum ich nach Bamberg gekommen bin:
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![]() Atsushi mit einer Kollegin bei TREFFPUNKT in der Klasse |
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![]() Atsushi und Freunde während der Pause in der Sprachschule TREFFPUNKT |
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